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Nach § 24 Abs. 1 der Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) haben Netzbetreiber für die Abwicklung der Gaslieferungen an Letztverbraucher bis zu einer maximalen stündlichen Ausspeiseleistung von 500 Kilowatt und bis zu einer maximalen jählichen Entnahme von 1,5 Millionen Kilowattstunden vereinfachte Methoden (Standardlastprofile) anzuwenden. Bei der GWBS-Netz GmbH wird ab 01.01.2015 das analytische Verfahren angewendet. Um systembedingte Abweichungen dieses Verfahrens (2- Tagesversatz der Restlast) minimieren zu können, werden Optimierungsfaktoren eingesetzt. Der Netzbetreiber berücksichtigt bei der Durchführung und Abwicklung des Verfahrens die nachfolgende Dokumentation, welche zum Teil auf dem BDEW/VKU/GEODE-Leitfaden "Abwicklung von Standardlastprofilen" vom 29.06.2012 basiert.


Die Berechnungssystematik der Optimierungsfaktoren wurde gemäß der Festlegung GABi Gas sowie der Vorgaben der Kooperationsvereinbarung Gas mit der Bundesnetzagentur abgestimmt und nachstehend veröffentlicht.

Der tägliche aktuelle Optimierungsfaktor sowie die historischen Faktoren sind ebenso wie die jeweilige SLP- Restlast in
kWh / Tag der folgenden Datei zu entnehmen. Zu dem ist ein täglicher Multiplikator angegeben, der es den Transportkunden und Bilanzkreisverantwortlichen auf einfache Art ermöglicht, die synthetisch ausgerollten Lastprofile durch Verwenden des Multiplikators auf die analytische Allokationsmenge umzurechnen. Die notwendigen Angaben (Lastprofil, Kundenwert und Prognose) zum Ausrollen der Profile, können Transportkunden der Bestandsliste entnehmen, die im Rahmen der GeLi Gas monatlich übermittelt wird.

 

Ansprechpartner Energiedatenmanagement:

Gerhard Klein
Tel.:          06834 / 85 - 137
E-Mail:     g.klein@gwbs.de


Beschreibung analytisches Verfahren Gas mit Optimierung

  • 1. Schritt:

    Als Prognose der Restlastkurve wird zunächst die synthetische SLP-Berechnung lieferanten- und profilscharf durchgeführt. Zu Grunde liegen die veröffentlichten TU-München Lastprofile. Gerechnet wird mit dem gewichteten Tagesmittel aus den Prognosetemperaturen D-1 und D und den gemessenen Temperaturen D+1 und D+2.

  • 2. Schritt:

    Ermittlung der Restlastkurve am Tag D+1. (Netzkoppelpunkt +/- Speicher - RLM-Zählpunkte)

  • 3. Schritt:           

    Ermittlung des Faktors für das analytische Verfahren mit Dämpfung: Tagessumme verschoben auf   D-1(Restlastkurve D+1 + (Restlastkurve D+1 - Restlastkurve D+2))/Tagessumme der SLP-Berechnung D-1. Der Faktor wird im Internet veröffentlicht.

  • 4. Schritt:           

    Multiplikation der Tagessumme der SLP-Berechnung D-1 lieferantenscharf mit dem ermittelten Faktor und ausrollen als Tagesband gerundet.